Benediktinische Impulse & Glaubensvertiefung

  • Von 11. Dezember 2020 18:00 bis 13. Dezember 2020 13:00
    "Gott Du mein Gott Dich suche ich", heißt es im Psalm. Schauen wir auf unseren Lebensweg sehen wir unterschiedliche Wegstrecken: Aufbruch, Scheideweg, Aufstieg und Abstieg, Stillstand, Rückschritt, Weitergehen, Durchmarsch, Ankommen, Abschied... Das alles sind Bilder für unser Leben, ein Weg auf dem Gott uns begleiten will. In diesem Seminar wollen wir uns Zeit nehmen, unser Tempo verlangsamen, um in der Stille unseres Herzens zu fragen und auf Antworten zu lauschen: Welches sind die geheimen Wegzeichen, in denen Gott uns den Weg zum Leben weisen will? Wo begleitet er uns und steht uns nahe? Welches ist jetzt der nächste Schritt? Dazu helfen uns Zeiten der Stille, des Gebetes, persönliche Gespräche, Impulse und kreative Übungen. Bitte bringen Sie regenfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk mit.
  • Von 14. Dezember 2020 14:00 bis 18. Dezember 2020 13:00
    Der Bibliolog ist eine predigtähnliche Methode, um mit einer Gruppe einen biblischen Text zu erschließen und zu vertiefen. Der Bibliologe leitet die (Gemeinde-, Gottesdienst-, Jugend-, Firm-)Gruppe an, den biblischen Gestalten im Text auf einer persönlichen Ebene zu begegnen. Mit vorbereiteten Fragen verwebt er die Lebensgeschichten der Teilnehmer auf spielerische Weise mit Figuren der Bibel. Die Teilnehmer beantworten freiwillig die Fragen und lernen so den Bibeltext und ihre eigenen spirituellen Erfahrungen besser kennen. Der Kurs fundiert methodisch Struktur und Aufbau des Bibliologs. Wer den Kurs absolviert und die einzelnen Elemente (Darstellung der Methode, Hinführung, Fragetechniken, Entrollung, Abschluss) sicher beherrscht, kann danach selbstständig einen Bibliolog anleiten.
  • Von 18. Dezember 2020 18:00 bis 20. Dezember 2020 13:00
    Der Evangelist Lukas schildert uns das Weihnachtsgeschehen in wunderbaren Begegnungsgeschichten. Da begegnet der Engel dem alten Priester Zacharias und dem jungen Mädchen Maria. Zwei schwangere Frauen begegnen sich. Der Engel begegnet den Hirten und die Hirten dem Kind. In der Begegnung geschieht die Verwandlung der Menschen durch die Geburt Jesu Christi. Wir wollen diese Begegnungsgeschichten der Bibel anschauen, besprechen und meditieren, damit auch wir an Weihnachten dem göttlichen Kind begegnen werden und so fähig werden, auch einander auf neue Weise zu begegnen.
  • Von 22. Januar 2021 18:00 bis 24. Januar 2021 13:00
    Die schönste Zusage, die Gott einem Menschen zuspricht, ist: "Du bist ein Segen." Wir wehren uns oft gegen dieses Selbstbild, dass wir ein Segen für andere sind. Und dennoch sehnen wir uns alle danach, gesegnet zu sein und als Gesegnete - Benedicti - ein Segen für andere zu sein. Wir wollen der Bedeutung des Segens in unserem Leben nachspüren und konkrete Weisen des Segens üben.
  • Von 25. Januar 2021 18:00 bis 29. Januar 2021 13:00
    Im Laufe eines Lebens müssen wir immer wieder Abschied nehmen. Das ist oft sehr schmerzhaft, und es gelingt mal mehr, mal weniger gut, sich mit einem Verlust und Abschied abzufinden. Dabei kann es um den Abschied von einem geliebten Menschen gehen, um eine Trennung in einer Beziehung oder Freundschaft, aber auch um den Abschied von Lebensträumen und Lebensplänen, schließlich auch von der eigenen körperlichen Kraft. Je älter man wird, umso häufiger kann einem diese Erfahrung im Leben abverlangt werden. In diesem Kurs laden wir Sie dazu ein, über die eigenen Erfahrungen mit Verlust und Abschied miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei darauf liegen, was geholfen hat, mit diesen Erfahrungen fertig zu werden und ob der Glaube dabei eine Hilfe war oder eher nicht. Die biblische Geschichte von Tod und Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1-44) erzählt von der Trauer und Unabdingbarkeit des Loslassen-Müssens, macht aber auch Hoffnung auf eine neue Lebendigkeit. Die Erzählung wird uns diesen Kurs hindurch begleiten und wichtige biblisch-geistliche Impulse geben. Methodisch arbeiten wir erfahrungsorientiert und mit Gruppen-, Kleingruppen- und Stillarbeit. Gleicher Kurs: 21.251
  • Von 05. Februar 2021 17:30 bis 07. Februar 2021 13:00
    Für Männer zwischen 18 und 40, die das Klosterleben näher kennen lernen und das Mönchsein in einer brüderlichen Gemeinschaft entdecken möchten. " Mit den Mönchen beten, arbeiten und essen, " das alltägliche Leben eines Mönches führen, zusammen mit anderen, die Gott suchen, " mit Impulsen und Einführungen " und der eigenen Berufung auf der Spur. Der Kurs richtet an jeden, der den Mönch in sich entdecken möchte. (Bitte Arbeitskleidung mitbringen) Gleiche und ähnliche Kurse: 21.212; 21.237; 21.253 Zielgruppe: 18 - 40 Jahre
  • Von 15. Februar 2021 18:00 bis 18. Februar 2021 13:00
    Den Alltag spirituell zu leben ist heute für viele Menschen eine Sehnsucht und Herausforderung zugleich. Wie kann es in der Dichte des Lebens gelingen, dass meine Beziehungen - etwa in der Familie oder zu Kollegen - von Gottes Geist und Liebe beseelt werden und damit eine andere Qualität bekommen? Wie kann ich mich auch in Stress und schwierigen Situationen mit Gott als kraftspendender Quelle verbinden? Was sind meine persönlichen und in meinen Alltag passenden Formen des Gebets? Wie kann auch die Arbeit in einer meist glaubensfernen Welt auf eine spirituelle Ebene gehoben und zur geistlichen Erfahrung werden? Diesen Fragen will der Kurs nachgehen und nach individuellen Antworten und Wegen suchen. Dazu sollen theologische und psychologische Impulse anregen sowie der Austausch von Erfahrungen in Kleingruppen und im Plenum. Außerdem ist Zeit für persönliche Reflexionen. Verschiedene Gebetsformen können erprobt werden. Ziel des Kurses: Mehr glauben, hoffen und lieben - auch wenn es im Alltag mal wieder turbulenter zugeht.
  • Von 17. Februar 2021 18:00 bis 19. Februar 2021 13:00
    Ich bin wie ich bin. Was macht mich aus, wo komme ich her, wer sind meine Ahnen, wer stärkt mir den Rücken? Wir machen uns gemeinsam auf Spurensuche sowohl in der eigenen Biografie als auch in der von Jesus und anderen biblischen Figuren. Wie viel Anteil hat Gott an meinem Leben? Betrachtung der eigenen Herkunft mit Tiefgang und Humor. In eigener Besinnung, Meditation, Gebetszeiten. Mit Gesprächen, Körperübungen, Impulsen und kreativen Übungen.
  • Von 19. Februar 2021 18:00 bis 21. Februar 2021 13:00
    Die Astronomie zeigt uns durch ihre Ergebnisse die faszinierende Entstehungsgeschichte unseres Kosmos mit unza?hligen Sternen und der aus ihrem Staub geborenen Planeten. Wir Menschen bestehen buchstäblich aus Sternenstaub! Welchen Ort kann da noch ein Scho?pfer einnehmen, wie es von Gott in der Bibel beschrieben ist? Und was ist der Mensch in einem fast unendlichen Universum? Die Astronomen Susanne Hüttemeister und Daniel Fischer werden uns aus erster Hand in die aktuelle naturwissenschaftliche Forschung einführen. Miteinander werden wir, ausgehend von den entstehenden Fragen nach Antworten in der Bibel, in der geistlichen Tradition und im persönlichen Austausch suchen.
  • Von 15. März 2021 18:00 bis 21. März 2021 13:00
    Gelegentlich setzen Enttäuschungen, Schicksalsschläge und die Zumutungen des Alltags uns dermaßen zu, dass wir mit unserem Leben, mit uns selbst und auch mit Gott nicht mehr klarkommen. Weil wir schon viel zu lange die Zähne zusammengebissen und auf Sparflamme gelebt haben, flehen wir zu Gott: "Lass meine Seele leben!" Die Psychotherapie-Woche soll Ihnen einen Raum eröffnen, in dem Sie erfahren, dass und wie Gott auf Ihr Flehen antwortet und verlorenes Leben zurückschenkt. Mit Abstand zum Alltag, in heilsamer Umgebung und Atmosphäre können Sie unter erfahrener Leitung in persönlichen Gesprächen ins Wort bringen, was Ihre Seele quält, ängstigt und bedroht. Sie werden Manches sortieren, Vergangenes nach und nach ablegen und dem Weg nach vorne zuversichtlicher entgegensehen. Sie werden behutsame Schritte gehen, um wieder mehr mit sich selbst, mit Gott und Ihrem Leben ins Reine zu kommen. Ja, Ihre Seele wird leben. Wirklich leben. Bitte speziellen Flyer anfordern. Weitere Informationen und Anmeldung bitte ausschließlich über: Eva-Maria Jeske Kirchberg 8, 97516 Oberschwarzach home: www.es-muss-nicht-so-bleiben.de
  • Von 15. März 2021 18:00 bis 18. März 2021 13:00
    Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt: Was hält das Leben für mich noch bereit? War‘s das? Dann sind Sie nicht allein. Viele Menschen, meist ab den mittleren Lebensjahren, fragen sich: Wer bin ich? Wozu lebe ich? Wie kann ich sinnvoll leben? Die Anlässe für solche Fragen und die Wege nach möglichen Antworten können sehr unterschiedlich sein. Die einen nehmen eine Auszeit, die nächsten reisen um die Welt, die anderen steigen aus dem Beruf aus, die vierten pilgern nach Santiago de Compostela oder Rom,… Und Sie und ich? Was machen wir? Unser ganzes Leben
  • Von 29. März 2021 18:00 bis 31. März 2021 13:00
    In den Köpfen vieler Christen schwirren wirre Vorstellungen von Erlösung, als ob Gott seinen Sohn sterben lassen muss, um uns zu erlösen. Und dennoch verbindet die Liturgie unsere Erlösung immer wieder mit dem Tod Jesu am Kreuz. Wir wollen in der Bibel forschen, was sie uns zum Geheimnis der Erlösung sagt. Impulsreferate, meditative Übungen und Austausch in Gruppen sollen uns helfen, das Geheimnis der Erlösung zu verstehen und an uns als heilsam und befreiend zu erfahren.
  • Von 31. März 2021 17:30 bis 04. April 2021 13:00
    Im Mittelpunkt dieses Kurses stehen die liturgischen Feiern des Gründonnerstages, Karfreitages, Karsamstages und das Osterfest. Wer sich zu diesem Kurs anmeldet, sollte bereit sein, " sich auf die Teilnahme an den Gottesdiensten und Gebetszeiten der Mönche einzulassen, " bei den Mahlzeiten am Karfreitag und Karsamstag zu schweigen, " an den begleitenden Vorträgen und Einführungen teilzunehmen. Außerdem möchten wir auf folgende weitere Angebote in der Karwoche verweisen: " Angebot Erwachsen auf Kurs; Info im Anhang " Osterkurs für Jugendliche; Info im Anhang Termin: 31.03. - 04.04. (Mi - So) / 17.30 bis 13.00 Uhr (Der Aufenthalt kann auch bis Osterdienstag gegen Aufpreis gebucht werden) Leitung: Team von Mönchen Kursgebühr: 45,- € Unterk./Verpfl.: 240,- €
  • Von 06. April 2021 17:30 bis 11. April 2021 13:00
    Für Männer zwischen 18 und 40, die das Klosterleben näher kennen lernen und das Mönchsein in einer brüderlichen Gemeinschaft entdecken möchten. " Mit den Mönchen beten, arbeiten und essen, " das alltägliche Leben eines Mönches führen, zusammen mit anderen, die Gott suchen, " mit Impulsen und Einführungen " und der eigenen Berufung auf der Spur. Der Kurs richtet an jeden, der den Mönch in sich entdecken möchte. (Bitte Arbeitskleidung mitbringen) Gleiche und ähnliche Kurse: 21.203; 21.237; 21.253 Zielgruppe: 18 - 40 Jahre
  • Von 06. April 2021 18:00 bis 09. April 2021 13:00
    IDer Theologe Henning Luther prägte das spannungsreiche Doppelbild von meiner persönlichen Vergangenheit als Fragment, und meiner Zukunft als Sehnsucht nach einer möglichen Vollendung über das Fragmentarische hinaus. Die beiden Emmaus-Jünger haben dies am eigenen Leib erfahren müssen. Ihr Leben mit Jesus zerbrach am Kreuz. Die Erfahrung eines sinnerfüllten Lebens wurde zu einem tief schmerzenden Fragment. Allein ihre tief verwurzelte Sehnsucht nach einem gelingenden und erfüllten Leben nahmen sie mit auf ihrer Flucht aus Jerusalem. Und auf ihrem Emmaus-Weg ging einer mit ihnen, der ihre Sehnsucht neu zum Klingen brachte. Und der ihnen die Augen öffnete für neue Möglichkeiten, eine neue Zukunft trotz oder gerade wegen der Fragmente der Vergangenheit. In diesem Kurs sind Sie eingeladen, Seite an Seite mit den beiden Emmaus-Jüngern in einem geschützten Raum auf Ihre je persönlichen Lebensfragmente zu blicken und zugleich Ihren Sehnsüchten nachzuspüren und sie zum Klingen zu bringen. Vergangenes darf so losgelassen werden. Und Sie sollen neue Kraft und Ermutigung erfahren, um wie die beiden Jünger aufzubrechen und neue Möglichkeiten in Ihrem Leben zu wagen. Methodisch arbeite ich erfahrungsorientiert und mit Gruppen-, Kleingruppen- und Stillarbeit.
  • Von 09. April 2021 18:00 bis 11. April 2021 13:00
    Nahtoderfahrungen (NTE) faszinieren viele spirituell suchende Menschen und polarisieren die mit ihrer Einschätzung befassten Wissenschaftler. Die Theologie mit ihrer Aufgabe, das christlich-eschatologische Wirklichkeitsverständnis (Glaube an ein Leben nach dem Tod, das Existieren einer vom Körper potenziell unabhängigen Seele, die Aussicht auf universelle Versöhnung etc.) als vernunftgemäß auszuweisen, ist dadurch besonders herausgefordert. Die neuesten Ergebnisse der NTE-Forschung stellen die Auffassung, das Erleben von "Bewusstsein" sei unabdingbar an bestimmte Hirnaktivitäten gekoppelt, in Frage. Zudem haben NTE eine "Botschaft", die das Leben in neuem Licht erscheinen lässt und dabei auch Antwortvorschläge auf die Sinnfrage anbietet. Es werden Perspektiven für ein Wirklichkeitsverständnis eröffnet, das auch angesichts von Leid und Tod existenziell tragfähig ist. Nach einem Überblick über den aktuellen Stand der NTE-Forschung soll anhand ausgewählter Berichte die NTE-"Botschaft" kennengelernt und unter der Frage ergründet werden, was sich daraus an neuen Einsichten für das persönliche Leben und Glauben "mitnehmen" lässt. Im gemeinsamen Austausch und anhand einfacher praktischer Übungen werden konkrete Möglichkeiten erschlossen, die entsprechenden Impulse im eigenen Leben konstruktiv umzusetzen.
  • Von 15. April 2021 17:30 bis 18. April 2021 13:00
    Viele Psalmen tragen im Hebräischen die Überschrift "mizmor" (=Lied). Das weist darauf hin, was die Psalmen sind: Lieder, die gesungen werden sollen. Seit den Anfängen des Christentums geschieht dies auch - ob im Gottesdienst und zur persönlichen Frömmigkeit. Dieses Seminar möchte der Frage nachgehen, wie Psalmen im frühen Mönchtum gesungen wurden und wie die Psalmen heute zum Klingen gebracht werden können. Dabei werden unterschiedliche Formen der Psalmodie vorgestellt (antiphonal, responsorial, in directum), und ihre unterschiedlichen Funktionen und musikalischen Umsetzungen reflektiert: Warum wird beim * immer eine Pause gemacht? Wie atme ich entspannt? Wie kann Psalmensingen zur Meditation werden? Und hängt dies mit der Vertonung zusammen? Daneben soll dieses Seminar auch als eine kleine Einführung in die Deutsche Gregorianik dienen, wie sie etwa in Münsterschwarzach gepflegt wird: Wie liest man die Quadratnotation und das Vier-Linien-System des Benediktinischen Antiphonale? Was bedeuten die römischen Ziffern? Wozu braucht man die Psallierleiste? In den fünf täglichen Gebetszeiten des Konventes kann das Gelernte umgesetzt und eingeübt werden.
  • Von 22. April 2021 18:00 bis 25. April 2021 13:00
    Der hl. Benedikt sagt im Prolog seiner Regel, dass es im Leben oft eng wird und wir durch viele Engpässe hindurch müssen, um in die Weite des Herzens hineinzufinden. Wie geht das? Wie kann ich Engpässe und Geröllhalden meiner Vergangenheit nochmals anschauen, verabschieden und heilen, um mit neuen Erfahrungen in die Weite des Herzens und in eine größere Liebe hineinzuwachsen? Wir schöpfen dazu aus altmonastischer Lebensweisheit und heutigen psychologischen Erkenntnissen. Wir wollen uns diesem Thema nähern über geistliche Impulse, Meditationen, gemeinsamer Austausch, Kreative Übungen, Zeiten in der Natur, Schweigen, Arbeit in den Klosterbetrieben - und Teilnahme am benediktinischen Gebetsrhythmus. Bitte Arbeitskleidung bzw. Kleidung/Schuhe für Draußen mitbringen.
  • Von 23. April 2021 18:00 bis 25. April 2021 13:00
    Die Wurzeln der christlichen Spiritualität liegen in der Wüste Ägyptens. In diesem Seminar wollen wir uns mit den praktischen Weisheiten aus Ägyptens Wüste eingehender beschäftigen, denn sie bieten auch für den modernen Menschen viele wertvolle und hilfreiche Anhaltspunkte auf dem Weg zu einem geglückten Leben, wenn wir bestimmte Vorstellungen und Ideen des 3. und 4. Jh. wie den Dämonenkampf in unsere Erfahrungswirklichkeit übersetzen. Wir werden uns in diesem Kurs zum einen anhand kurzer Textimpulse mit dem Denken und der Lebenswelt der Wüstenvätern vertraut machen zum anderen versuchen wir in praktischen Übungen dem Ziel der Wüstenväter, nämlich offen zu sein für Gott näher zu kommen. Themen wie Achtsamkeit, Urteilsenthaltung, Schweigen stehen hierbei im Zentrum. Dieser Kurs ist keine Einführung ins Herzensgebet
  • Von 26. April 2021 15:00 bis 30. April 2021 13:00
    Die befreiende Wirklichkeit einer asketischen Lebenskultur In der öffentlichen Wahrnehmung der Armut ist durch die Diskussion des Klimawandels und seiner Bedrohungen, durch die zunehmende Sensibilisierung für die Verteilung der begrenzten Ressourcen und die damit einhergehende weltweite, defizitäre Armut ein Perspektivenwechsel eingetreten: Will der Mensch auf der Erde Zukunft haben, muss Armut für alle eine frei gewählte und gestaltete Lebenshaltung und solidarische Lebensform werden. Die Armut in der Hl. Schrift und der Tradition der Mystik ist als eine zentrale Herausforderung zu befreitem Leben wesentliches Zeichen für das Reich Gottes und Handlungsorientierung zu einem wahren Leben, zur Begegnung mit Gott, dem Menschen und sich selbst. Sie ist bleibender Anspruch auf dem Weg der Menschwerdung, aber oft veräußerlicht und aufs Materielle verkürzt. Ihre Vielschichtigkeit und Dynamik als Motivation zu einem solidarisch befreiten Dasein wurde meist auf eine spiritualisierte persönliche Verzichtsleistung reduziert. Die Auseinandersetzung der heutigen Armutsdiskussion im Angesicht weltweiter Verelendung und Ausbeutung der Schöpfung mit dem Armutsverständnis einer kritischen christlichen Spiritualität kann den Boden bereiten, Armut als eine lebensförderliche, befreiende und der Menschwerdung aller dienenden Grundhaltung und Praxis zu erkennen. Sie in die Gegenwart hinein zu konkretisieren, entfaltet die lebenswerte Vielschichtigkeit der Armut: Die "Eleganz der Einfachheit" (materielle Armut). Die Mystik der offenen Augen und Herzen (psychische Armut). Im Denken frei sein (geistige Armut). Das Leben wählen, nicht die Moral (moralische Armut). Solidarität leben im Mut zum Fragment (gemeinschaftliche Armut). Vor Gott nichts in den Händen haben (müssen) (geistliche Armut). Diese Spuren befreiender Armut ändern die Erfahrungen Gottes und das Selbstverständnis des Menschen, weil sie zu einem Wagnis der Liebe und der Freiheit provozieren: Armut verzichtet nicht, sondern liebt solidarisch. Sie wird zur gelebten Weltverantwortung als eine "asketische Weltkultur", die ein Leben in Fülle für alle Menschen im Blick behält.

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